Häufige Fragen

Zum Thur- und Neckerweg

Berge, sonnig, unbearbeitet 2024, Wald

Der Thur- und Neckerweg ist ein wegweisendes Projekt im Toggenburg, das Natur, Kultur und Kunst auf harmonische Weise miteinander verbindet. In dieser Rubrik finden Sie Antworten auf häufige Fragen zum Projekt, zu den Interventionen sowie zu Hintergründen und Zusammenhängen entlang des Weges.

Gut zu wissen

Das Projekt Thur- und Neckerweg

Der Thur- und Neckerweg ist ein wegweisendes Projekt, das die Flusstäler von Thur und Necker und damit auch die Ferienregion Toggenburg auf besondere Weise miteinander verbindet. Im Herzen des Toggenburgs bietet der Thur- und Neckerweg eine einzigartige Kombination aus Naturerlebnis, kultureller Auseinandersetzung und künstlerischer Inspiration.

Achtsamkeit und Resonanz im Fokus

Das Projekt ist tief in der Resonanz-Strategie von Toggenburg Tourismus verankert, die auf eine reflektierte Tourismus-Erfahrung ausgerichtet ist. Der Thur- und Neckerweg verkörpert das Prinzip der Achtsamkeit und lädt Besucher dazu ein, die Region auf eine bewusste und respektvolle Weise zu erleben. Anstatt flüchtiger Erlebnisse steht eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Ferienregion, ihrer Natur, den Menschen und der kulturellen Vielfalt im Vordergrund.

Unter dem Leitgedanken der Achtsamkeit wurde der Weg so konzipiert, dass er nicht nur ein intensives touristisches Erlebnis bietet, sondern auch einen positiven Beitrag zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Ferienregion leistet. Besucherinnen und Besucher sollen die Natur tiefgründig erleben und sich ihrer Verantwortung für den Schutz dieser einzigartigen Landschaft bewusst werden.

Ein Weg als Symbol für Gemeinschaft und Nachhaltigkeit

Neben der Förderung eines achtsamen Umgangs mit der Natur soll der Thur- und Neckerweg auch das Gemeinschaftsgefühl der Einheimischen stärken. Die Route dient als geografisch verbindendes Element zwischen dem Thur- und dem Neckertal und schafft damit eine Brücke zwischen den verschiedenen Gemeinden des Toggenburgs. So wird der Weg nicht nur zu einem Symbol für Nachhaltigkeit, sondern auch für Zusammenhalt und die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrer Region.

Kunst, Kultur und Natur im Einklang

Entlang des bestehenden Wanderwegnetzes schaffen Ruhe- und Genussoasen, Kunstwerke und Klangbotschafter ein intensives Naturerlebnis, das die Traditionen und die reiche Kultur der Ferienregion Toggenburg widerspiegelt und den Gästen eine besondere Naturerfahrung bietet. Die Oasen laden zum Verweilen ein und schaffen Momente der Besinnung und Erholung. Sie sind so gestaltet, dass sie sich harmonisch in die Landschaft einfügen, ohne die natürliche Umgebung zu beeinträchtigen.

Zu den verschiedenen Elementen entlang des Weges gehören unter anderem Bühnen, Schaukeln, Liegen, Natur-Kinos sowie Kneipp-Anlagen. Die unterschiedlichen Orte eröffnen Raum für Ruhe, Begegnung und bewusstes Wahrnehmen der Umgebung. Durch die gezielten Interventionen werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, innezuhalten und sich in Ruhe auf das Erleben einzulassen.

Die Klangbotschafter, die an verschiedenen Einstiegspunkten entlang des Weges positioniert sind, empfangen Besucherinnen und Besucher mit regionalen Klängen, die den kulturellen Reichtum und die Traditionen des Toggenburgs aufgreifen. Insgesamt stehen entlang des Thur- und Neckerwegs 17 Klangbotschafter, die teilweise in unmittelbarer Nähe von Bahnhöfen und Postautohaltestellen installiert sind. Die Klanginstallationen werden mit Solarpanels betrieben und schaffen einen sinnlichen Einstieg in die Kultur und Geschichte des Toggenburgs und schaffen eine unmittelbare Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem sie das Erbe der Region auf moderne und interaktive Weise präsentieren.

Die künstlerischen Interventionen, die von nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern umgesetzt wurden, verkörpern nicht nur einen ästhetischen Beitrag, sondern bieten auch eine besondere Möglichkeit, Kunst und Natur auf stimmige Weise miteinander zu verbinden. Sie wurden so konzipiert, dass sie sich organisch in die Landschaft einfügen, um die Umgebung zu respektieren und gleichzeitig zur Reflexion anzuregen. Jede Intervention wird zudem durch informative Inhalte ergänzt, die authentische Einblicke in Natur, Kultur, Klang, Geschichte und traditionelles Handwerk des Toggenburgs vermitteln und dazu einladen, die Region aus neuen Perspektiven zu entdecken und das Wissen in seiner Vielfalt zu erweitern.

Der Thur- und Neckerweg ist nicht nur ein touristisches Angebot, sondern auch ein Projekt, das Einheimischen und Gästen gleichermassen einen Mehrwert bietet, indem Kunst, Natur, Klang und Tradition auf harmonische Weise miteinander verschmelzen. Ein Projekt, das die Verbindung zwischen den Menschen fördert und eine ganzheitliche Erfahrung der Region ermöglicht.

Von hier für hier

Der Thur- und Neckerweg entstand gemeinsam mit Menschen aus der Region. Zahlreiche Betriebe, Handwerker:innen und Partner aus dem Toggenburg waren an der Umsetzung beteiligt – von der Planung bis zur fertigen Intervention entlang des Weges.

Das verwendete Holz stammt aus dem Neckertaler Lochwald bei Oberhelfenschwil. Die dort sorgfältig ausgewählten Weisstannen wurden in regionalen Betrieben weiterverarbeitet und bilden heute die Grundlage für Ruheoasen sowie Klangbotschafter entlang des Weges. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und aus einem Stück Toggenburger Wald entstehen Orte, die wiederum eng mit der Landschaft verbunden sind.

Auch bei der Umsetzung wurde bewusst auf kurze Wege, regionale Materialien und lokales Handwerk gesetzt. Vom Fällen der Bäume über die Verarbeitung bis zur Fertigung der einzelnen Elemente erfolgtn die Arbeiten im Toggenburg. Dadurch entstanden nicht nur neue Orte entlang des Weges, sondern auch Verbindungen zwischen Menschen, Gewerbe, Tradition und Landschaft.

Öffentlicher Verkehr als Schlüssel zur sanften Besucherlenkung

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, die teilweise stark frequentierten Parkplätze entlang des Thur- und Neckerwegs zu entlasten. Durch die optimale Einbindung des öffentlichen Verkehrs werden die Besucherströme besser verteilt. Dank der Weganbindung an Bahnhöfe und Postautohaltestellen ist ein komfortables Erlebnis gewährleistet.

Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, einzelne Etappen flexibel zu gestalten und Wanderungen individuell mit dem öffentlichen Verkehr zu kombinieren. Der Thurweg ist als SchweizMobil-Route Nr. 24 ausgeschildert, der Neckerweg als SchweizMobil-Route Nr. 92.

Von der Planung zur Realität

Das Projekt Thur- und Neckerweg wurde im Rahmen des räumlichen Tourismus-Entwicklungskonzepts (rTEK Klang Toggenburg) umgesetzt. Die Finanzierung des Projekts erfolgt über Beiträge der Neuen Regionalpolitik (NRP), den kantonalen Tourismusfonds sowie durch die Unterstützung der beteiligten Gemeinden und strategischen Partner wie der Klangwelt Toggenburg, dem Baumwipfelpfad Neckertal und der ChääsWelt Toggenburg, die das Projekt mit Eigenleistungen unterstützen. Als exklusive Partnerin engagieren sich die Toggenburger Raiffeisenbanken für das Projekt.

Alle Massnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe realisiert, wobei besonders darauf geachtet wird, natürliche und regionale Materialien zu verwenden.