Der Thur- und Neckerweg ist gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Entlang der Route ermöglichen Bahnhöfe und Postautohaltestellen einen flexiblen Einstieg an verschiedenen Orten. So lassen sich einzelne Etappen individuell planen und bequem mit Bus und Bahn kombinieren.
Wer entlang von Thur und Necker unterwegs ist, bewegt sich gleichzeitig durch vielfältige Natur- und Kulturlandschaften. Ein achtsamer Umgang mit der Umgebung trägt dazu bei, diese besonderen Orte langfristig zu bewahren.
Anreise mit den öV
Die Bahnlinien Wil–Nesslau, St. Gallen–Wattwil und Rapperswil–Wattwil erschliessen die Region. Ab Nesslau bestehen Postautoverbindungen ins obere Toggenburg und auf die Schwägalp. Auch vom Rheintal führt eine Linie von Buchs SG nach Wildhaus und weiter nach Nesslau.
Aus Rücksicht zur Natur
Die Landschaft entlang von Thur und Necker ist Lebensraum, Rückzugsort und Erholungsraum zugleich. Moore, Flussufer, Wälder und Wiesen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume und reagieren sensibel auf Störungen.
Informieren Sie sich über Wildruhezonen entlang der Route und bewegen Sie sich aufmerksam durch die Landschaft. Auch ausserhalb von Schutzgebieten gilt Rücksicht: Besonders während der Setz- und Aufzuchtzeit benötigen Wildtiere Ruhe und Schutz. Bleiben Sie auf den markierten Wegen und verzichten Sie auf Abkürzungen durch Wiesen und Wälder.
Auch auf Alpen ist besondere Rücksicht gefragt. Mutterkühe schützen ihre Kälber, Weidetiere reagieren sensibel auf Nähe und schnelle Bewegungen. Hunde gehören an die Leine – nicht nur wegen Weidetieren, sondern auch zum Schutz junger Wildtiere.
Die Wege entlang von Thur und Necker führen durch abwechslungsreiche Landschaften mit unterschiedlichen Wegabschnitten und Höhenprofilen. Wetter und Temperaturen können rasch wechseln. Prüfen Sie vor dem Start die Wetterlage und planen Sie Ihre Route passend zu Kondition und Erfahrung.
Festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung sowie genügend Wasser und Verpflegung werden empfohlen. Besonders an warmen Tagen lohnt es sich, früh zu starten und genügend Pausen einzuplanen.
Die Landschaft entlang des Thur- und Neckerwegs wirkt vielerorts beinahe unberührt – und soll es auch bleiben. Abfälle jeder Art gehören nicht in die Natur. Auch biologische Abfälle wie Obstschalen, Essensreste oder menschliche Ausscheidungen verändern Lebensräume und locken Tiere an.
Wer Rastplätze, Wege und Aussichtspunkte mit Rücksicht nutzt und keine Spuren hinterlässt, trägt dazu bei, die Landschaft entlang von Thur und Necker in ihrer natürlichen Vielfalt langfristig zu bewahren.
Die Landschaft entlang von Thur und Necker wirkt besonders an warmen Abenden ruhig und einladend. Nicht jeder Ort eignet sich jedoch zum Übernachten. Wildcampieren und Biwakieren sind entlang des Thur- und Neckerwegs nicht erlaubt, da empfindliche Lebensräume sowie Wildtiere in ihrer nächtlichen Ruhe gestört werden können.
Auch auf Weiden und in alpinen Gebieten kann das Übernachten ausserhalb offizieller Plätze zu Konflikten mit Landwirtschaft und Weidetieren führen. Entlang der Route befinden sich offizielle Rastplätze und Unterkünfte, die eine Übernachtung ermöglichen, ohne Natur und Tiere zu beeinträchtigen.
Wo Feuerstellen vorhanden sind, sollte sorgsam mit Feuer und Umgebung umgegangen werden. Achtsamkeit bedeutet auch, der Landschaft nach Sonnenuntergang die Ruhe zu lassen, die sie braucht.